Internationaler Tag der Roma
Mi. 8. April 2020, Porgy & Bess

Der Internationale Tag der Roma wird jährlich am 8. April begangen – ein weltweiter Aktionstag, mit dem auf die Situation der Roma aufmerksam gemacht werden soll. Zum einen wird an diesem Tag die Diskriminierung der Volksgruppe in den Blickpunkt gerückt, zum anderen wird die Roma Kultur gefeiert.

Voice of Diversity organisiert bereits zum 2. Mal aus diesem Anlass am 8. April 2020 eine international besetzte Podiumsdiskussion mit anschließendem Konzert im Porgy & Bess in Wien.

 

Opre Roma! Erhebt euch Roma!

Der Wiener Verein Voice of Diversity hat es sich zum Ziel gesetzt, mit Kunst- &  Kultur-Veranstaltungen über die Volksgruppe der Roma zu informieren und aufzuklären. Roma sind mit an die 12 Millionen Angehörigen die größte Minderheit in Europa und waren Jahrhunderte lang ausgegrenzt und diskriminiert. Die Stellung der Roma in der Gesellschaft ist immer noch geprägt von Vorurteilen.

Anlässlich des Internationalen Tag der Roma organisiert Voice of Diversity eine international besetzte Podiumsdiskussion mit anschließendem Konzert von Harri Stojka & Roma Musik Ensemble. Der Internationale Tag der Roma wird jährlich am 8. April begangen – ein weltweiter Aktionstag, mit dem auf die Situation der Roma aufmerksam gemacht werden soll. Zum einen wird an diesem Tag die Diskriminierung der Volksgruppe in den Blickpunkt gerückt, zum anderen wird die Roma Kultur gefeiert.

Zahlreiche österreichische Roma Vereine beteiligen sich als Kooperationspartner an der Veranstaltung, um gemeinsam den Internationalen Tag der Roma zu begehen. So sind die Roma Volkshochschule Burgenland, Romano Centro, Initiative Minderheiten, Verein Exil, Romano Svato, Vivaro – Viva Romnja, Lovara-Roma-Österreich und Hango Roma mit an Bord. Darüber hinaus sind auch die Volkshilfe Österreich / Initiative Thara und der KZ-Verband/VdA Wien wichtige Unterstützer des Projekts.

Mittwoch, 8. April 2020
Porgy & Bess
Riemergasse 11, 1010 Wien
Podiumsdiskussion:
18 Uhr bis 19.30 Uhr
Eintritt frei, Anmeldung unter www.porgy.at
in deutscher Sprache bzw. mit simultan Übersetzung
Konzert:
20.30 Uhr
Tickets: €26, erhältlich unter www.porgy.at

Podiumsdiskussion über Eigen- und Fremdzuschreibungen, 18-19.30 Uhr (Eintritt frei)

Über Jahrhunderte waren Roma und Romnja Beforschte. Die Kontrolle über die Narrative über ihr Volk, ihre Geschichte und Kultur hatten in vielen Fällen Ethnographen, Sprachwissenschafter und Historiker. Die eigene Geschichte, Sprache und kulturelle Traditionen, die meist innerhalb der eigenen Gemeinschaft mündlich weitergegeben wurden, blieben der breiteren Öffentlichkeit verborgen. In Österreich wie auch in Europa haben im Zuge einer Emanzipationsbewegung in den vergangenen 20 Jahren, Roma und Romnja den gesellschaftlichen Diskurs über ihre Volksgruppe in Frage gestellt und begonnen, ihre eigenen Narrative zu prägen. Zur Podiumsdiskussion sind internationale Gäste eingeladen, die durch ihr kulturelles Wirken gängige Narrative transformieren und mit Vertreter/innen aus Politik und Wissenschaft über das Verhältnis von Fremd- und Selbstzuschreibungen und deren Auswirkung auf Identität und Politik diskutieren. Die Moderation leitet Stellv. Vorsitzende des Österr. Beirates der Roma Mirjam Karoly.

Gäste am Podium:

Angéla Kóczé, Central European University (Budapest)

Angéla Kóczé ist Assistenzprofessorin am Lehrstuhl für Roma-Studien und akademische Leiterin des Roma Graduate Preparation Program an der Central European University in Budapest. In ihrem interdisziplinären Forschungsansatz kombiniert sie das Engagement der Roma Gemeinschaft und die Politikgestaltung.

Dotschy Reinhardt, Künstlerin (Berlin)

Dotschy Reinhardt, die in eine Künstler-Familie in Ravensburg geboren wurde, ist Sängerin, Autorin, Sinteza und Vorsitzende des Landesrats der Roma und Sinti, RomnoKher Berlin-Brandenburg.

Frank Reuter, Universität Heidelberg

Frank Reuter ist seit Januar 2018 wissenschaftlicher Geschäftsführer der Forschungsstelle Antiziganismus am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Ein zentraler Arbeitsschwerpunkt ist der nationalsozialistische Völkermord an den Sinti und Roma, dessen Voraussetzungen und Nachwirkungen.

Samuel Mágó, Schriftsteller (Wien)

Samuel Mágó, geboren in Budapest, lebt und arbeitet als Schriftsteller, Journalist, Künstler und Menschenrechtsaktivist in Wien. Er stammt aus einer Roma-Familie mit mütterlicherseits jüdischen Wurzeln.

Moderation: Mirjam Karoly, Politikwissenschafterin (Wien)

Mirjam Karoly arbeitet seit über 20 Jahren im Bereich Menschenrechte und zur Situation der Roma. Als Angehörige der Burgenland-Roma ist sie Mitglied des Österreichischen Volksgruppenbeirates und Vorstandsmitglied des Vereins Romano Centro, Wien, und des Europäischen Roma-Rechte-Zentrums in Budapest.

Konzert mit Harri Stojka & Roma Musik Ensemble, 20.30 Uhr

Ein wichtiger Bestandteil des Internationalen Tag der Roma ist es, die Kultur der Roma zu präsentieren und so wird der theoretische Teil der Veranstaltung am Abend mit einem Konzert feierlich ausklingen.

Der international bekannte Gitarrist Harri Stojka stellt mit seinem Ensemble ein spezielles Programm aus seinem reichen Fundus der Roma Musik zusammen und möchte damit die Geschichte seines Volkes näher bringen und auch auf die musikalische Gegenwart hinweisen. „Es geht bei meinem Roma Musik Programm in erster Linie darum, einer breiten Öffentlichkeit mehr über unsere Herkunft, unsere Freude, den Schmerz, die Vielfalt unserer Musik und unsere Sprache näher zu bringen.“ Harri Stojka unternimmt mit seinem Programm den Brückenschlag zwischen den alten Traditionen und der sich ständig verändernden Welt der Rom von heute. In der Überzeugung, dass nur gelebte kulturelle Identität den Weg in eine bessere Zukunft weist.

Harri Stojka – Gitarre
Natasa Mirkovic – Gesang
Shireen Nikolic – Gesang
Manfred Janku – Gitarre
Geri Schuller – Klavier, Keyboard
Peter Strutzenberger – Bass
Maria Petrova – Schlagzeug
Andi Steirer – Percussion

 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei folgenden Fördergebern:

 

 

Gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien, Wissenschafts- und Forschungsförderung

 

Ein besonderer Dank geht auch an unsere KooperationspartnerInnen:

Roma Volkshochschule Burgenland, Romano Centro, Initiative Minderheiten, Kulturverein Transdanubien, KZ-Verband/VdA Wien,
Verein Exil, Romano Svato, Vivaro – Viva Romnja, Lovara-Roma-Österreich, Hango Roma, Volkshilfe Österreich / Initiative Thara

 

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